




Déjà-vu Es ist wie ein Déjà-vu.
Nachts voller Übermut, dem Mut der Verzweiflung der Einsamen, voller plötzlichem Elan sich aus dem Bett zu schwingen, Shorts und T-Shirt überzustreifen und einfach hinauszugehen. Der Routine, die sich durch das Hirn zur Seele frisst, dem Diktat der Uhr, der inneren Uhr entkommen. Befreiung.Der erste Schritt auf die Straße, noch im Sturm der Gedanken. Dann Ruhe. Tiefe schwarze Ruhe.
Die Kühle aus der Wärme der Nacht herausspüren, einatmen, bewusst atmen, die Nacht in all ihrer Frische schmecken, Verwunderung, der Synchronizität für einen Moment eins ausgewischt. Die Tiefe eines Momentes in Zeitlupe gespürt.Die Stille, die vertrauten Plätze, der warme Asphalt, die knospenden farbenfrohen Blüten des Erlebens. Leben.
Nichtssagende Details blühen auf, Risse im Asphalt, Pusteblumen. Feuchtigkeit, die aus den offenen Luken der Kohlekeller dringt. Mobiliar der Nacht.
Sorglose Schritte, den Boden berühren, federleicht wie auf einem Trampolin. Verlockend, sich gehen zu lassen, auf einer Bank zu schlafen, Sterne zu zählen, zu singen, zu träumen, Übermut. Noch einmal das Gefühl über den warmen Boden des Waldes zu streifen, bis zu den Knien im Bach zu stehen. Nachts.
Selbst empfinden, ganz authentisch, sich selbst sein, nachholen was die anderen am Tag ... Nicht länger Zaungast sein.
All das ausleben, frei sein wie die anderen, nicht vorsichtig und überlegt, spontan, ohne zu zögern, stolz auf sich sein, nicht allein.Am Lagerfeuer sitzen, jemand der Gitarre spielt, nicht gut, doch so, dass das Herz aufgeht. Vor der ersten Zigarette innerlicher Zwist, Vernunft und besseres Wissen verlieren gegen Marlboro, weil dort drüben, bei den Mädchen die Rothaarige zum ersten Mal guckt. Im Feuerschein wie eine Prinzessin aus dem Mittelalter.
Almost Heaven ... verbrannte Kartoffeln, Delikatessen.Schnell der Herzschlag, Müdigkeit drückt auf den Magen, Erregung, war da jemand am Fenster? Leise rein, hingelegt und zugedeckt, besser nicht erkälten.


