Wolken

Haut wirft einen letzten flüchtigen Blick auf die Fratzen der Dampfwolken, die
sich nähern, unaufhaltsam. Drohend und dämonisch, fauchende Walzen, die nicht
für Schnecken, nicht für Marienkäfer halten. Körper, eingewickelt in Stillstand
und Erstaunen, leuchten wie unter Schwarzlicht, Füße finden sich auf schwankenden Kissen,
mit Wasser gefüllt. Im Keller, im Licht der Stroboskope, sehe ich uns beide,
wie wir, beide verschlossen, im Käfig aus Gummi miteinander eingesperrt, strahlen und tanzen.
Es ist keine Zelle, und doch sind wir verrückt.
Verrückt nach uns, wie ich nach dir. Hier oben also ich, meine Gefühle im Nebel,
Wolkenfetzen in der Hand, kurz vor dem Erwachen.